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Katrin Schlote-Korthals empfiehlt:

Rolf Lappert, Leben ist ein unregelmäßiges Verb. Vier Kinder wachsen in den 70iger Jahren irgendwo in Norddeutschland in einer Kommune auf dem Land auf. Wer von den Erwachsenen die jeweiligen Eltern sind, ist unklar, ihre Schulausbildung besteht aus abendlichem Vorlesen der Klassiker der Abenteuerliteratur, und ab und zu weht die Welt in Form von alten Zeitungsschnipseln herein. Bis die Polizei die Kommune auflöst und die Kinder auf Pflegefamilien verteilt. Wie sie  jetzt versuchen, sich an die Welt und ihre Anforderungen anzupassen und damit alle mehr oder weniger scheitern, schildert der Roman. 
Man muss sich auf ihn und seine vielen interessanten Nebenhandlungen und -figuren einlassen, aber es lohnt sich. Was ihn besonders lesenswert macht, ist, dass der Autor die unterschiedlichen Versuche der Kinder und später der Erwachsenen, mit dem ihnen fremden Leben da draußen zurecht zu kommen, nie be- oder verurteilt, obwohl er die Charaktere sehr genau ausarbeitet. Ihre Schicksale gehen zu Herzen, aber bleiben immer auch ein bisschen rätselhaft. Darin ähnelt der Roman ein wenig denen von John Irving.
 

Roman
Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783446267565
32,00 €inkl. MwSt.

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Kategorie: Romane