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Buchtipps

Cornelia Franz, Calypsos Irrfahrt. Oscar und seine Eltern machen in den Ferien einen Segeltörn auf dem Mittelmeer. Vier ganze Wochen lang…da scheint Langeweile vorprogrammiert. Als sie plötzlich zwei Kinder in einem Rettungsring entdecken und an Bord holen beginnt eine spannende Irrfahrt von Insel zu Insel. Doch niemand will die beiden Kinder aufnehmen und eigentlich kann sich Oscar auch gar nicht vorstellen, seine neuen Freunde in irgendeinem Lager zurückzulassen…

Ayòbámi Adébáyò, Bleib bei mir. Yejide und Akin, ein glücklich verliebtes Ehepaar  in Nigeria, versuchen eine Familie zu gründen.  Doch Yejide wird nicht schwanger und das belastet zunehmend auch Akins Familie, vor allem seine Mutter. Um endlich Großmutter zu werden, trifft sie dann auch die Entscheidung ihren Sohn mit einer zweiten Frau zu verheiraten. Was das in Yejide bewirkt und wohin diese angebliche Lösung des Problems führt, erzählt Ayòbámi Adébáyò auf eindringliche Weise.

Linus Reichlin, Senor Herreras blühende Intuition. Eigentlich erhofft sich der Schriftsteller Leo Renz von seinem Aufenthalt in einem andalusischen Kloster Ruhe mit viel Yoga, Inspiration für seinen neuen Roman und Abhilfe für seinen viel zu hohen Puls. Aber einiges ist merkwürdig. Es gibt nur noch 3 Nonnen, der Koch ist ein ehemaliger Matador, seine Kochkünste mehr als fragwürdig und vielleicht ist die eine, sehr weltliche Nonne doch vor der Mafia geflohen. Oder ist sie nicht eigentlich eine Figur aus dem noch zu schreibenden Roman? 

Judith Hermann, Daheim. Theda, eine nicht mehr junge Frau, trennt sich von ihrem Mann und zieht in ein kleines Haus am Meer.

Leïla Slimani, Das Land der Anderen. Mathilde ist jung, verliebt und voller Tatendrang und Abenteuerlust als sie mit ihrem Mann Amine kurz nach dem zweiten Weltkrieg das Elsass verlässt, um sich in Marokko auf dem geerbten Hof niederzulassen. Doch das Leben in diesem fremden Land ist so völlig anders als Mathilde es sich erträumt hat und auch Amine scheint sich, zurück in seiner Heimat, verändert zu haben. Aber Mathilde gibt nicht auf, in ihrem täglichen Kampf um Anerkennung und ihr Leben, hier im Land der Anderen.

Jörg-Uwe Albig, Das Stockholm-Syndrom und der sadomasochistische Geist des Kapitalismus. Katrin Perger, Psychologin ohne Abschluss mit unvollendeter Diplomarbeit, von der dieses Buch seinen Titel hat, bekommt den Auftrag, das Geschäftsmodell der Firma „Human Solutions“ zu verbessern. Sie erzählt, was sie erlebt und mitbeeinflusst: Eine Geiselnahme und -haft mit unerwartetem Ausgang, eine realistische Satire.

Hans Platzgumer, Bogners Abgang. Eine regnerische Nacht in Innsbruck. Ein Mann wird überfahren und stirbt. Die Fahrerin, eine Studentin, die ein wenig über die  Stränge geschlagen hat, flüchtet. Der Mann mit der Pistole, ein ziemlich erfolgloser Künstler ebenso. Was es damit auf sich hat, in welcher Beziehung die beiden Personen zu dem Toten, einem recht gnadenlosen Kritiker stehen, schildert Platzgumer ungemein spannend. 

Patrik Svensson, Das Evangelium der Aale. Der Aal, ein geheimnisvolles Tier über das ich bisher nicht viel wusste, wird in diesem Buch auf bemerkenswerte Weise lebendig. Er schlängelt sich aus den Tiefen des Atlantiks, durch hochinteressante Informationen und Fakten über die Natur- und Kulturgeschichte der Aale. Der Aal ist ein Fisch über den wir zum Beispiel erstaunlicherweise bis heute nicht herausgefunden haben wo genau er sich fortpflanzt.

Sarah Nisi, Ich will dir nah sein. Lester Sharp arbeitet im Fundbüro des öffnetlichen Nahverkehrs in London und ist dort für all die herrenlosen Fundstücke zuständig, die nie abgeholt werden. Besondere Teile schaffen es auch mal in seine private Sammlung. Als die Wohnung nebenan eine junge Frau zieht, ist Lester sofort fasziniert von seiner neuen Nachbarin und hat nur noch ein Ziel vor Augen: er möchte ihr nahe sein, so nahe wie möglich, koste es was es wolle…

Karen Köhler, Miroloi. Eine Gemeinschaft auf einer fiktiven Insel, nicht weit entfernt von der modernen Welt. Es herrschen eigene Regeln, Männer haben das Sagen, Frauen werden unterdrückt und die junge Frau, die uns ihre Geschichte erzählt, dürfte nach Meinung der meisten Inselbewohner eigentlich nicht mal leben. Eine wie sie ist dort nicht vorgesehen und das wird ihr jeden Tag deutlich mit Worten und Tritten neu erklärt.