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Buchtipps

Heinrich Steinfest, Amsterdamer Novelle. Roy Paulsen war noch nie in Amsterdam und fährt seit seiner Jugend kein Fahrrad mehr. Wie kann es also sein, dass er auf einem Foto mit Fahrrad vor einem Amsterdamer Haus zu sehen ist? Um das Geheimnis aufzuklären, fährt Paulsen nach Amsterdam und findet auch das Haus. Was weiter passiert, ist spannend, raffiniert, ein Spiel mit Gegenwart und Zukunft und auch wirklich, wie es die Gattung Novelle erfordert, eine unerhörte Begebenheit.

Lucy Adlington, Das Rote Band der Hoffnung. Ella ist vierzehn und träumte schon als kleines Kind davon eine Modeboutique zu eröffnen. Doch dann landet sie als Zwangsarbeiterin in der Nähwerkstatt in Auschwitz und ab sofort bedeuten die Kleider, die sie näht viel mehr als nur einen Traum zu erfüllen, von dem nicht mehr viel übrig geblieben ist. Sie entscheiden über Leben und Tod. Gott sei Dank gibt es da aber auch noch Rose, die mit ihrer unbändigen Phantasie ein wenig Farbe und Hoffnung in Ellas Leben bringt.

Hans Joachim Schädlich, Die Villa. In der Villa spielte sich mehr oder weniger das Leben der Familie Kramer zwischen 1931bis ca. 1950 ab. Hans Kramer hatte sie in Reichenbach im Vogtland bauen lassen. Schädlich beschreibt die Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit aus dem Erleben dieser bürgerlichen Familie, die schließlich  unter  den schrecklichen Kriegserfahrungen zu leiden hatte. Auch das Leben der Vorkriegszeit wird sehr lebendig und auch z.T. witzig dargestellt.

Chris Whitaker, Von hier bis zum Anfang. Die 13jährige Duchess, ein Outlaw, wie sie sich selbst bezeichnet, hat es nicht leicht. Ihre traumatisierte Mutter leidet an Depressionen und ihren Bruder Robin muss sie deshalb praktisch alleine großziehen. Einzig Walk, der Polizist der Kleinstadt Cape Haven, hat ein Auge auf die kleine kaputte Familie. 

Simone Lappert, Der Sprung. Die Gärtnerin Manu steht auf dem Dach eines Hauses und droht zu springen.

Castle Freeman, Herren der Lage. Ein Countryroman aus Vermont.

Janina Hecht, In diesen Sommern. Die Autorin beschreibt in kurzen, einprägsamen Bildern (Kapiteln) die Geschichte ihrer Familie. Diese Momentaufnahmen aus der Sicht einer Jugendlichen sind sprachlich so prägnant, dass der Leser sofort in der jeweils beschriebenen Situation einbezogen wird.

Rebecca Elliott, Pretty Funny for a Girl. Im Buch geht es um ein etwas dickeres Mädchen namens „Pig“ (eigentlich Haylah Swinton), das eine große Vorliebe für Stand-up-Comedy besitzt, sich jedoch nicht traut, ihre spitzen Witze vorzutragen. Pigs Leben ist ziemlich hart: der weggelaufene Vater, Mobbing, verletze Liebe, Angst ums Aussehen. Aber zum Glück helfen ihr ihre Familie und Freunde, sich endlich zu trauen, der ganzen Welt ihr Comedy-Talent zu zeigen…

Stefan Hornbach, Den Hund überleben. Eigentlich sollte Sebastian überall sein, nur nicht hier in seinem ehemaligen Kinderzimmer im Haus seiner Eltern. Er sollte in der Uni sein, mit seiner besten Freundin zusammen neue Jungs kennenlernen, das Leben leben und genießen. Doch der Krebs hat andere Pläne und so dreht sich Sebastians Leben nun um Ärzte, Krankenhaus, Chemotherapie und Haarausfall.

Nicola Kabel, Kleine Freiheit.  Saskia, Richterin in Elternzeit lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in einem Dorf bei Hamburg. Sie sucht Geborgenheit in dieser Art von Familienleben. Gleichzeitig ist es  eine Art von Rebellion gegen ihre Familiengeschichte. Sie wächst in WGs auf, die Mutter ist schon lange verschwunden und der Vater ein Alt-68iger,  auch er Jurist, der bis jetzt gegen die Ungerechtigkeiten der Welt kämpft.