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Buchtipps

Takis Würger, Noah. Noah Klieger war einer der bekanntesten Sportjournalisten Israels. Er kämpfte in seiner Jugend  im belgischen Widerstand, um jüdische Kinder in die Schweiz zu bringen, wurde geschnappt und nach Auschwitz gebracht. Er überlebte nicht nur die Grauen des KZs, sondern auch den Todesmarsch 1945, die illegale Überfahrt nach Palästina und feindliche Übernahme des Flüchtlingsschiffes durch britische Soldaten. Noahs Leben war ein „fantastisches, ein außergewöhnliches Leben“. 

Alem Grabovac, Das achte Kind. Alem Grabovac, der in dem Roman seine eigene Geschichte erzählt, hat drei Väter: sein leiblicher Vater, ein nach Deutschland ausgewanderter bosnischer Kleinkrimineller, der sich ziemlich schnell aus dem Staub macht, sein deutscher Pflegevater, ein Altnazi,  und sein Stiefvater, ein serbischer Säufer, der oft gewalttätig wird. Die Rettung für ihn sind seine leibliche Mutter, seine Pflegemutter und seine Liebe zum Fußball und später zur Literatur.

Benjamin Beard, Mitternachtsstunde. Komische Briefe um Mitternacht und dann sind auch noch Emilys Eltern spurlos verschwunden oder sogar entführt worden… Emily ist ein mutiges Mädchen, hat eine große Klappe und einen Igel namens Hoggins gefunden. Sie muss unbedingt ihre Eltern wiederfinden. Doch dann landet sie plötzlich in einer völlig anderen Welt, voller Hexen, Kobolde und Fabelwesen. Emily möchte unbedingt wieder aus dieser Fantasiewelt raus, aber nicht ohne ihre Eltern!

Franzobel, Die Eroberung Amerikas. Ferdinand Desoto ist ein weit gereister Mann und bereits vor seiner großen Expedition nach Florida 1538 berühmt gewesen. Doch die Expedition hinterlässt eine große Spur der Verwüstung durch den Süden Amerikas. Knapp 500 Jahre später verklagt der New Yorker Anwalt Trutz Finkelstein die Vereinigten Staaten auf die Rückgabe des gesamten US-Gebietes an die idigenen Bevölkerung, einschließlich Hawaiis und Alaskas. 

Rolf Lappert, Leben ist ein unregelmäßiges Verb. Vier Kinder wachsen in den 70iger Jahren irgendwo in Norddeutschland in einer Kommune auf dem Land auf. Wer von den Erwachsenen die jeweiligen Eltern sind, ist unklar, ihre Schulausbildung besteht aus abendlichem Vorlesen der Klassiker der Abenteuerliteratur, und ab und zu weht die Welt in Form von alten Zeitungsschnipseln herein. Bis die Polizei die Kommune auflöst und die Kinder auf Pflegefamilien verteilt.

Williams/Hartas, Wunder der Natur. Kleine und doch großartige Momente aus dem Reich der Natur werden in diesem Bilderbuch in wunderschön illustrierten, kurzen Geschichten beschrieben. Bild für Bild sehen wir zum Beispiel wie ein Küken aus dem Ei schlüpft oder ein Marienkäfer zum Flug abhebt. Und auch einen Kirschbaum, an dessen Zweigen im Frühling Knospen wachsen, die sich Blüte für Blüte öffnen, bis sie schließlich der Wind fortweht und zu einem Blütenteppich ausrollt.

Kent Haruf, Abendrot. In der fiktiven Stadt „Holt“ in Colorado spielen alle sechs Romane von Kent Haruf. Im vorliegenden Buch stehen zwei Brüder im Mittelpunkt, die McPherons. Es sind zwei herzensgute, etwas schrullige Farmer. Sie nehmen eine junge Frau auf, die, weil sie schwanger ist, zu Hause rausgeflogen ist. Es entsteht zwischen diesen drei Personen eine herzliche Freundschaft. Die Menschen in Holt kennen sich alle mehr oder weniger. Da ist z.B. ein elfjähriger Junge, der sich um seinen kranken Großvater kümmert.

Madeline Miller, Das Lied des Achill. Als Patroklos, ein unbeholfener junger Prinz, aus seiner Heimat verbannt wird und alle Rechte verliert, kommt er nach Phthia an den Hof des Königs Peleus. Dort trifft er auf den jungen Prinzen Achill, der das genaue Gegenteil von Patroklos ist: stark, schön, anmutig und dazu bestimmt ein Held zu sein. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen desto enger wird auch ihre Verbindung. Sie werden unzertrennlich. Bis sie sich auf den Weg nach Troja machen, um den Raub der Helena zu rächen…

Louise Erdrich, Der Club der singenden Metzger. Der junge Metzgermeister Fidelis Waldvogel, der am 1. Weltkrieg teilgenommen hat, verspricht seinem sterbenden Freund, dass er sich um dessen schwangere Verlobte kümmert, und heiratet sie schließlich. Mit einem Koffer voller Würste als Kapital wandert er zunächst alleine nach North Dakota aus. Erst als er eine Anstellung bei einem polnischen Metzger gefunden hat, holt er Eva und ihren Jungen nach. Bald danach kann er sich selbstständig machen.

Isabelle Simler, Die blaue Stunde. Wenn der Tag zur Nacht wird und die Dämmerung einsetzt, dann entfaltet die Blaue Stunde ihren Zauber. Ein Blaufuchs streift durch zart hellblau verschneite Ebenen, es schimmern die Flügel des blauen Morphofalters, eine nachtblaue Katze schleicht durch das Gras. Überall auf der Welt wird die Natur stiller, Vögel verstummen und „die Blaue Stunde verblasst allmählich und wird von der Nacht abgelöst.“