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Buchtipps

Rolf Lappert, Leben ist ein unregelmäßiges Verb. Vier Kinder wachsen in den 70iger Jahren irgendwo in Norddeutschland in einer Kommune auf dem Land auf. Wer von den Erwachsenen die jeweiligen Eltern sind, ist unklar, ihre Schulausbildung besteht aus abendlichem Vorlesen der Klassiker der Abenteuerliteratur, und ab und zu weht die Welt in Form von alten Zeitungsschnipseln herein. Bis die Polizei die Kommune auflöst und die Kinder auf Pflegefamilien verteilt.

Williams/Hartas, Wunder der Natur. Kleine und doch großartige Momente aus dem Reich der Natur werden in diesem Bilderbuch in wunderschön illustrierten, kurzen Geschichten beschrieben. Bild für Bild sehen wir zum Beispiel wie ein Küken aus dem Ei schlüpft oder ein Marienkäfer zum Flug abhebt. Und auch einen Kirschbaum, an dessen Zweigen im Frühling Knospen wachsen, die sich Blüte für Blüte öffnen, bis sie schließlich der Wind fortweht und zu einem Blütenteppich ausrollt.

Kent Haruf, Abendrot. In der fiktiven Stadt „Holt“ in Colorado spielen alle sechs Romane von Kent Haruf. Im vorliegenden Buch stehen zwei Brüder im Mittelpunkt, die McPherons. Es sind zwei herzensgute, etwas schrullige Farmer. Sie nehmen eine junge Frau auf, die, weil sie schwanger ist, zu Hause rausgeflogen ist. Es entsteht zwischen diesen drei Personen eine herzliche Freundschaft. Die Menschen in Holt kennen sich alle mehr oder weniger. Da ist z.B. ein elfjähriger Junge, der sich um seinen kranken Großvater kümmert.

Madeline Miller, Das Lied des Achill. Als Patroklos, ein unbeholfener junger Prinz, aus seiner Heimat verbannt wird und alle Rechte verliert, kommt er nach Phthia an den Hof des Königs Peleus. Dort trifft er auf den jungen Prinzen Achill, der das genaue Gegenteil von Patroklos ist: stark, schön, anmutig und dazu bestimmt ein Held zu sein. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen desto enger wird auch ihre Verbindung. Sie werden unzertrennlich. Bis sie sich auf den Weg nach Troja machen, um den Raub der Helena zu rächen…

Louise Erdrich, Der Club der singenden Metzger. Der junge Metzgermeister Fidelis Waldvogel, der am 1. Weltkrieg teilgenommen hat, verspricht seinem sterbenden Freund, dass er sich um dessen schwangere Verlobte kümmert, und heiratet sie schließlich. Mit einem Koffer voller Würste als Kapital wandert er zunächst alleine nach North Dakota aus. Erst als er eine Anstellung bei einem polnischen Metzger gefunden hat, holt er Eva und ihren Jungen nach. Bald danach kann er sich selbstständig machen.

Isabelle Simler, Die blaue Stunde. Wenn der Tag zur Nacht wird und die Dämmerung einsetzt, dann entfaltet die Blaue Stunde ihren Zauber. Ein Blaufuchs streift durch zart hellblau verschneite Ebenen, es schimmern die Flügel des blauen Morphofalters, eine nachtblaue Katze schleicht durch das Gras. Überall auf der Welt wird die Natur stiller, Vögel verstummen und „die Blaue Stunde verblasst allmählich und wird von der Nacht abgelöst.“

Alexander Osang, Das Leben der Elena Silber. Konstantin Stein, ein glückloser Filmemacher in einer Art Midlife-Krise und das Alter Ego des Autors beginnt in diesem üppigen Roman, zunächst eher auf Grund mangelnder Alternative,  das Leben seiner Großmutter Elena Silber zu erforschen.  Ihr Leben umfasst ein Jahrhundert wechselvoller russischer und deutscher Geschichte; es ist ein Leben  auf der Flucht  und vieles an dieser starken Frau bleibt rätselhaft.

Christiane Rittershausen, Mari-Mädchen aus dem Meer. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es sehr spannend, geheimnisvoll und abenteuerlich war. Ich fand die Idee mit den Wasserwelten auch ganz gut. Die Tiere fand ich auch immer eine gute Abwechslung. An manchen Stellen hätte ich mir noch gewünscht, dass sie ein bisschen ausführlicher beschrieben worden wären.

Takis Würger, Stella. Auf der Suche nach der Wahrheit und getrieben von dem Drang, die Welt zu entdecken, kommt der aus wohlhabendem Hause stammende Friedrich 1942 nach Berlin. Dort lernt er in einem Zeichenkurs die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Kristin kennen und im Laufe der Zeit auch lieben. Doch Kristin hat ein Geheimnis…

Elena Ferrante, Das lügenhafte Leben der Erwachsenen. Giovanna ist ein junges Mädchen, das es genau wissen will! Intelligent, neugierig und sensibel erkundet sie ihre Umwelt und ihren Körper. Sie lebt mit ihren Eltern im Neapel der mittleren, gebildeten Oberschicht. Sie will unbedingt die Verwandten der Familie ihres Vaters kennen- lernen, die im schmutzigen Teil Neapels leben. Zunächst ist sie fasziniert vom vulgären aber sehr direkten Umgang dieser Menschen untereinander. Giovannas Eltern trennen sich.