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Buchtipps - Romane

5 alte Männer, Freunde seit ihrer Jugend, mit ihren unterschiedlichen Schrullen beschrieben – eine Villa am See, eine junge, hübsche, kirgisische Pflegekraft mit ganz eigenen Vorstellungen und ein Computerprogramm namens „Todesengel“. Christoph Poschenrieder schreibt über eine Möglichkeit, mit Alter und Tod umzugehen: unsentimental, realistisch, mit schwarzem Humor und berührend.

Tschingis Aitmatov, Dshamilja. Die Erzählung spielt am Rande der Steppe von Kirgisien. Der 15 jährige Siad erzählt die Geschichte seiner von ihm verehrten, jungen Schwägerin Dshamilja. Ihr ungeliebter Mann ist wie die meisten Männer des Dorfes im Krieg. Die Frauen müssen die harte Landarbeit am Rande der Steppe verrichten. Dshamilja ist eine tatkräftige, lebenslustige und schöne Frau. 

Nguyễn Phan Quế Mai, Der Gesang der Berge. Nachdem Huangs Eltern nicht aus dem Vietnamkrieg zurückgekehrt sind, wächst diese bei ihrer Großmutter auf. Während die beiden auf die Rückkehr ihrer Familienmitglieder hoffen, erzählt Diêu Lan ihrer Enkelin die Geschichte ihrer Familie. 

Howard Jacobson, Rendezvous und andere Altererscheinungen. Die Prinzessin und Shimi lernen einander bei der Beerdigung seines Bruders kennen. Sie sind zwei sehr eigentümliche Höchstbetagte mit äußerst unterschiedlichen Lebenserfahrungen und –auffassungen. Mit scharfem, aber liebevollem Blick, in funkelnden Dialogen und recht anspruchsvollen Reflektionen schildert der Autor die Lebensläufe der beiden und was aus dem Aufeinandertreffen zweier trotz Altersdefiziten so geistreichen Menschen wird.  

Tanja Weber, Betongold. Der Smokey, ein ehemaliger Münchner Kriminalkommissar, gebeugt durch Morbus Bechterew („den Russen auf seinem Rücken“) blickt zu Beginn des Romans in eine Baugrube auf die Leiches seines Freundes Schani, eines Immobilienmaklers mit zweifelhaften Praktiken. Was passiert ist, schildert die Autorin mit sehr viel Liebe für ihre Figuren, den Münchner Stadtteil Giesing, und mit viel Gefühl für die diversen Unglücke ihrer Protagonisten. 

Ewald Arenz, Der große Sommer. Nicht besonders verheißungsvolle Sommerferien stehen Frieder bevor. Nach einem misslungenen Schuljahr darf  er nicht mit in den Familienurlaub sondern muss stattdessen bei seinem strengen Großvater auf die Nachprüfungen in Latein und Mathematik lernen. Doch dann lernt er Beate auf dem 7einhalber kennen, sie springen gemeinsam zum ersten Mal und verlieben sich. Zusammen mit ihr, seiner Schwester Alma und seinem komplizierten besten Freund Johann erlebt Frieder einen unvergesslichen Sommer voller großer Gefühle. 

Donatella di Pietrantonio, Borgo Sud. Schauplatz des Romans: Italien Abruzzen und Pescara am Adriatisches Meer. Neben den dramatischen Ereignissen, die im Laufe des Romans erzählt werden, schwebt über allem der Geruch des Meeres und der Fischgerichte mit viel Knoblauch. Zwei sehr unterschiedliche Schwestern, die in den Abruzzen unter ärmlichen Bedingungen aufgewachsen sind, gehen als junge Frauen nach Pescara. Die ältere studiert Literaturwissenschaft, die jüngere schlägt sich so durch, ist unberechenbar und wild. Beide lernen ihre zukünftigen Männer kennen.

Dror Mishani, Drei. Nachdem Orna von ihrem Mann verlassen wurde, sucht sie Trost und Ablenkung und meldet sich zu diesem Zweck bei einem Online-Datingportal an. 

Heinrich Steinfest, Amsterdamer Novelle. Roy Paulsen war noch nie in Amsterdam und fährt seit seiner Jugend kein Fahrrad mehr. Wie kann es also sein, dass er auf einem Foto mit Fahrrad vor einem Amsterdamer Haus zu sehen ist? Um das Geheimnis aufzuklären, fährt Paulsen nach Amsterdam und findet auch das Haus. Was weiter passiert, ist spannend, raffiniert, ein Spiel mit Gegenwart und Zukunft und auch wirklich, wie es die Gattung Novelle erfordert, eine unerhörte Begebenheit.

Hans Joachim Schädlich, Die Villa. In der Villa spielte sich mehr oder weniger das Leben der Familie Kramer zwischen 1931bis ca. 1950 ab. Hans Kramer hatte sie in Reichenbach im Vogtland bauen lassen. Schädlich beschreibt die Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit aus dem Erleben dieser bürgerlichen Familie, die schließlich  unter  den schrecklichen Kriegserfahrungen zu leiden hatte. Auch das Leben der Vorkriegszeit wird sehr lebendig und auch z.T. witzig dargestellt.