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Buchtipps - Romane

Chris Whitaker, Von hier bis zum Anfang. Die 13jährige Duchess, ein Outlaw, wie sie sich selbst bezeichnet, hat es nicht leicht. Ihre traumatisierte Mutter leidet an Depressionen und ihren Bruder Robin muss sie deshalb praktisch alleine großziehen. Einzig Walk, der Polizist der Kleinstadt Cape Haven, hat ein Auge auf die kleine kaputte Familie. 

Simone Lappert, Der Sprung. Die Gärtnerin Manu steht auf dem Dach eines Hauses und droht zu springen.

Castle Freeman, Herren der Lage. Ein Countryroman aus Vermont.

Janina Hecht, In diesen Sommern. Die Autorin beschreibt in kurzen, einprägsamen Bildern (Kapiteln) die Geschichte ihrer Familie. Diese Momentaufnahmen aus der Sicht einer Jugendlichen sind sprachlich so prägnant, dass der Leser sofort in der jeweils beschriebenen Situation einbezogen wird.

Stefan Hornbach, Den Hund überleben. Eigentlich sollte Sebastian überall sein, nur nicht hier in seinem ehemaligen Kinderzimmer im Haus seiner Eltern. Er sollte in der Uni sein, mit seiner besten Freundin zusammen neue Jungs kennenlernen, das Leben leben und genießen. Doch der Krebs hat andere Pläne und so dreht sich Sebastians Leben nun um Ärzte, Krankenhaus, Chemotherapie und Haarausfall.

Nicola Kabel, Kleine Freiheit.  Saskia, Richterin in Elternzeit lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in einem Dorf bei Hamburg. Sie sucht Geborgenheit in dieser Art von Familienleben. Gleichzeitig ist es  eine Art von Rebellion gegen ihre Familiengeschichte. Sie wächst in WGs auf, die Mutter ist schon lange verschwunden und der Vater ein Alt-68iger,  auch er Jurist, der bis jetzt gegen die Ungerechtigkeiten der Welt kämpft.

Annie Ernaux, Eine Frau. Ernaux wurde 5 Jahre vor Kriegsende in der Normandie geboren. Im vorliegenden Buch geht  es um das Leben und den Tod ihrer Mutter. Zitat „Jetzt habe ich das Gefühl, als schriebe ich über meine Mutter, um sie dadurch zur Welt zu bringen.“ Ihre Mutter war Fabrikarbeiterin, und hatte es geschafft zu einer Ladenbesitzerin " aufzusteigen ", Die Tochter " sollte es einmal besser haben“. Dafür hatten sie und ihr Mann alles getan.

Ayòbámi Adébáyò, Bleib bei mir. Yejide und Akin, ein glücklich verliebtes Ehepaar  in Nigeria, versuchen eine Familie zu gründen.  Doch Yejide wird nicht schwanger und das belastet zunehmend auch Akins Familie, vor allem seine Mutter. Um endlich Großmutter zu werden, trifft sie dann auch die Entscheidung ihren Sohn mit einer zweiten Frau zu verheiraten. Was das in Yejide bewirkt und wohin diese angebliche Lösung des Problems führt, erzählt Ayòbámi Adébáyò auf eindringliche Weise.

Linus Reichlin, Senor Herreras blühende Intuition. Eigentlich erhofft sich der Schriftsteller Leo Renz von seinem Aufenthalt in einem andalusischen Kloster Ruhe mit viel Yoga, Inspiration für seinen neuen Roman und Abhilfe für seinen viel zu hohen Puls. Aber einiges ist merkwürdig. Es gibt nur noch 3 Nonnen, der Koch ist ein ehemaliger Matador, seine Kochkünste mehr als fragwürdig und vielleicht ist die eine, sehr weltliche Nonne doch vor der Mafia geflohen. Oder ist sie nicht eigentlich eine Figur aus dem noch zu schreibenden Roman? 

Judith Hermann, Daheim. Theda, eine nicht mehr junge Frau, trennt sich von ihrem Mann und zieht in ein kleines Haus am Meer.