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Buchtipps - Romane

Takis Würger, Stella. Auf der Suche nach der Wahrheit und getrieben von dem Drang, die Welt zu entdecken, kommt der aus wohlhabendem Hause stammende Friedrich 1942 nach Berlin. Dort lernt er in einem Zeichenkurs die ebenso geheimnisvolle wie faszinierende Kristin kennen und im Laufe der Zeit auch lieben. Doch Kristin hat ein Geheimnis…

Elena Ferrante, Das lügenhafte Leben der Erwachsenen. Giovanna ist ein junges Mädchen, das es genau wissen will! Intelligent, neugierig und sensibel erkundet sie ihre Umwelt und ihren Körper. Sie lebt mit ihren Eltern im Neapel der mittleren, gebildeten Oberschicht. Sie will unbedingt die Verwandten der Familie ihres Vaters kennen- lernen, die im schmutzigen Teil Neapels leben. Zunächst ist sie fasziniert vom vulgären aber sehr direkten Umgang dieser Menschen untereinander. Giovannas Eltern trennen sich.

Jasmin Schreiber, Marianengraben. So tief wie der Marianengraben, so traurig 

Joachim B. Schmidt, Kalmann. Kalmann ist der selbsternannte Sheriff eines kleinen isländischen Dorfes, der nie ohne Sheriffstern und Cowboyhut aus dem Haus geht und den besten Gammelhai der ganzen Gegend macht. Er begreift nicht so schnell wie andere, weiß aber alles über Haie und Polarfüchse und kann aus dem Kopf eine Karte von Island zeichnen. Eines Tages findet er im Schnee eine Blutlache, der unbeliebte reichste Mann des Dorfes ist verschwunden, und Kalmann nimmt die Detektivarbeit auf seine Art auf.

Anuradha Roy, Der Garten meiner Mutter. In seiner Kindheit war er als der Junge, dessen 

Sandra Gugic, Zorn und Stille. Die österreichische Autorin mit serbischen Wurzeln erzählt in ihrem Roman von einer „Gastarbeiterfamilie“ aus Ex-Jugoslawien deren Mitglieder versuchen, ihre Herkunft mit ihrer neuen österreichischen Heimat in Einklang zu bringen. Sie tun das auf unterschiedliche Weise – die Eltern versuchen sich anzupassen, nur nicht aufzufallen, die Tochter dagegen lehnt sich auf, rebelliert und geht einen eigenen Weg. 

Monika Helfer, Die Bagage. Die Autorin beschreibt in ihrem Buch die Geschichte ihrer Großeltern, Josef und Maria. Sie lebten vor und während des 2. Weltkriegs in Vorarlberg abseits des Dorfes auf dem Berg. Die Familie war arm und hatte mehrere Kinder. Durch ihre auffallende Schönheit machte Maria die Männer des Dorfes unruhig und die Frauen misstrauisch. Joseph wurde während des 2. Weltkriegs zur Armee einberufen. Maria und die Kinder waren abhängig vom Schutz des Bürgermeisters.

Ronya Othmann, Die Sommer. Geboren in Deutschland hat Leyla jeden Sommer seit sie denken kann in dem kleinen Dorf ihrer jesidischen Großeltern in Nordsyrien nahe der türkischen Grenze verbracht. Sie wächst zwischen zwei Kulturen auf, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite das Stadtleben nahe München mit Eltern, Freunden und Schule, auf der anderen Seite das Landleben im Dorf geprägt von Familie, harter Arbeit, Angst vor Vertreibung und Flucht.

Lukas Hartmann, Der Sänger. Hartmann erzählt in seinem Roman die Geschichte des damals weltberühmten jüdischen Sängers Joseph Schmidt, der 1942 vor den Nazis in die Schweiz floh und dort in einem Internierungslager als einer von vielen mit nur 38 Jahren starb. Erzählt wird einerseits aus der Sicht des Sängers, der sich fast schon naiv den Verhältnissen beugt und keinerlei Ansprüche mehr hat, und andererseits aus der eines Schweizer Einwanderungsbeamten, der stur seinen Dienst tut und keine Möglichkeit für Mitleid sieht.

Isabel Bogdan, Laufen. Eine 43-jährige Musikerin, deren Namen man nie erfährt, beginnt nach dem Verlust ihres Lebensgefährtens zu laufen. Es ist der körperliche Schmerz, der ihr hilft, zu merken selbst noch am Leben zu sein und weiter zu machen. Was zunächst als Weglaufen vor Trauer und seelischem Schmerz beginnt wird im Laufe der Zeit zu so viel mehr und hilft der Musikerin sich zu erinnern, in Freude und nicht nur in Wehmut zurückzudenken und schließlich ins Leben zurückzufinden.