Marlene Kunz-Schweikert empfiehlt:
Eines Tages war es soweit. Ein leises, für selbstverständlich angesehenes und doch für die Menschen überlebenswichtiges Geräusch verstummte. Die letzte Biene war gestorben. Das Klima hatte sich längst unumkehrbar gewandelt. Unerträgliche Hitze und der Kampf um Wasser waren zum Alltag geworden. Und nun mussten auch noch die Bäume von Hand bestäubt werden. Mädchen wurden dafür ihren Familien entrissen und in Camps interniert, um Blüte für Blüte mit Pinseln zu bearbeiten.
Eines dieser Mädchen ist Jess. Tagein tagaus arbeitet sie in den Obstplantagen. Die einzige Möglichkeit dem zu entkommen, ist vorgegeben. Bekommt eines der Mädchen ihre Periode, wird ihr ein biologisches Match zugeteilt, ein Ehepartner, mit dem sie möglichst überlebensfähige Kinder bekommen soll.
Doch Jess hat einen Traum, seitdem ihre Mutter ihr vor langer Zeit von einem Ort weit im Norden erzählt hat. Dort soll es noch kühler sein. Es soll eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt geben, und Menschen, die ein freies selbst bestimmtes Leben führen.
Und Jess findet einen Weg und Verbündete, um diesen Traum wahr werden zu lassen.
Ein äußerst lesenswerter Jugendroman über den Klimawandel und den Kampf um Wasser, über Macht und Unterdrückung. Aber auch über Fantasie, Kreativität und Hoffnung, über Freundschaft und die Liebe zum Leben.