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Buchtipps

Andy Sagar, Faye Fox. Am besten fand ich Fayes Fuchsohren, Jacks Wolfsschnauze, den Teeladen auf Flamingobeinen und Pascal die Schildkröte mit einer Teekanne als Panzer. Am spannendsten waren die Stellen, an denen Mr. Grams Nachtwichte Dwimmerly End verfolgt haben. Am allermeisten mochte ich Faye und Pascal den Teegeist. Außerdem finde ich gut, dass es nicht zu spannend ist.  

Oliver Hilmes, Schattenzeit. Der zweite Weltkrieg ist in vollem Gange und steht doch kurz vor der Wende. Bei Stalingrad wird die deutsche Armee vernichtend geschlagen, die Bomardierungen auf deutsche Großstädte nehmen zu und Goebbels ruft den totalen Krieg aus. Zwischen all diesen schicksalsweisenden Großereignissen findet der Autor aber auch noch Zeit für den „kleinen Mann“. Er berichtet von Tätern, Mitläufern und Widerstandskämpfern.

Mariana Leky, Kummer aller Art. Von Kummer aller Art geplagt sind die Personen in Lekys neuestem Buch. Wir erfahren von Frau Wieses Schlaflosigkeit, Lisas Liebeskummer, Herrn Pohls Traurigkeit oder auch von Onkel Ulrich, der sich plötzlich nicht mehr bewegen kann. Die kurzen Geschichten, die ursprünglich als Kolumne in der Zeitschrift Psychologie Heute erschienen sind, berühren. Sie sind feinfühlig und mit viel Humor geschrieben und jede Geschichte ist für sich ein kleiner Schatz. Ich habe das Buch sehr langsam gelesen und mitgefühlt und mitgelacht.  

Hakan Nesser, Der Halbmörder. Adalbert Hanzon ist ein einsamer alter Mann mit Rücken-, Gedächtnis- und Alkoholproblemen. Als er in einer Apotheke seine erste und einzige Liebe in einer Kundin zu erkennen glaubt, beschließt er seine Geschichte aufzuschreiben, und setzt gleichzeitig alles daran, diese Frau zu finden. Der Roman beginnt ruhig und langsam, wird aber immer spannender bis zum ziemlich überraschenden Ende. Was ihn besonders unterhaltend macht, ist die gelassene Selbstironie, mit der der Held sich und sein Leben beschreibt.  

Hasse/Stein, Time Travel Academy – Auftrag jenseits der Zeit. Stell dir vor, du würdest an einem ganz normalen Tag eine goldschimmernde Einladung zu einer Zeitreise-Schule bekommen…So geht es dem zwölfjährigen Max. In den nächsten Wochen erfährt er, dass Schleim gut schmecken kann und dass Katzen nicht flauschig sein müssen. Und nebenbei findet er Freunde, die ihn die ganze Zeit begleiten. Mit gefällt das Buch sehr gut, weil viele kreative Ideen und neue Entdeckungen es fabelhaft machen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Benjamin Gottwald, Spinne spielt Klavier. Eines meiner liebsten Bilderbücher im Moment ist „Spinne spielt Klavier“. Es ist ein lautes, buntes Buch, ganz ohne Text, in dem jede Seite einlädt Geräusche mitzumachen. Wie klingen motzende Möwen oder hundert Hummeln im Flug? Wie macht ein trampolinspringendes Schwein? Wie lachst du, wenn deine Füße gekitzelt werden? Und was spielt eigentlich die Spinne auf dem Klavier? In diesem Buch schmatzt und schnauft es, es knattert, knirscht und quietscht und das natürlich vorzugsweise laut.

Alex Capus, Susanna. Historische Biographie über Susanna Faesch, deren aufregenden Lebenslauf der Autor ruhig und lakonisch erzählt. Susanna wächst in Basel auf, geht später mit ihrer Mutter nach New York, erlebt dort eine spannende Zeit mit dem Bau der Brooklyn Bridge und der Erfindung der elektrischen Glühbirne. Später wird sie Portraitmalerin, damit finanziell unabhängig, bekommt ein uneheliches Kind und wird Fürsprecherin der amerikanischen Ureinwohner. 

Leïla Slimani, Das Land der Anderen. Mathilde ist jung, verliebt und voller Tatendrang und Abenteuerlust als sie mit ihrem Mann Amine kurz nach dem zweiten Weltkrieg das Elsass verlässt, um sich in Marokko auf dem geerbten Hof niederzulassen. Doch das Leben in diesem fremden Land ist so völlig anders als Mathilde es sich erträumt hat und auch Amine scheint sich, zurück in seiner Heimat, verändert zu haben. Aber Mathilde gibt nicht auf, in ihrem täglichen Kampf um Anerkennung und ihr Leben, hier im Land der Anderen.

Elise Kova, Air Awoken. Ein unglaublich tolles Buch! Voll von Magie, Abenteuern, Spannung und auch ein bisschen Romantik. Nachdem ich einmal mit Lesen angefangen hatte, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Optisch ist das Buch auch super schön geworden. Kann ich nur weiterempfehlen!

J.M.G. Le Clézio, Bretonisches Lied. „…drei ideale Ferienmonate voller Freiheit und Abenteuer …“ hat der junge Jean-Marie jedes Jahr von 1948 bis 1954 in einem kleinen Dorf an der bretonischen Südwestküste erlebt.