Katrin Schlote-Korthals empfiehlt:
Der Roman spielt im fiktiven Dorf Sanditz in der Lausitz. Einst gehörte es zum Braunkohlerevier, jetzt gibt es nur noch eine Landstraße mit vier Bungalows.
Die „blühenden Landschaften“ hat es hier nie gegeben. Erzählt wird die Zeit um die Corona-Jahre mit sprunghaften Rückblicken in die Wendezeit und bis ins Jahr 1978. Die historischen Ereignisse finden hier im Kleinen statt.
Im Mittelpunkt stehen drei Generationen der Familie Wenzel, deren Leben, wie auch das der anderen Bewohner, von Enttäuschungen und familiären Spannungen geprägt ist. Aber es gibt nicht nur Unglück, es gibt auch die Liebe, wenn auch meist in verborgener Form.
Der Autor beschreibt seine Figuren detailliert, sorgfältig und mit großem Respekt. Seine genauen Alltagsbeobachtungen zeichnen ein besonderes Panorama der Wendezeit, seine Figuren wachsen einem ans Herz.