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Buchtipps

"Der Dieb“ ist ein außergewöhnlich faszinierender Roman in knapper Sprache, der mich gleich überzeugt hat. Präzise und fast genußvoll beschreibt der japanische Autor die Raubzüge des Taschendiebes Nishimura, der in Tokio ein ruhiges Leben führt und sich seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen an vermögenden Männern verdient.

5 alte Männer, Freunde seit ihrer Jugend, mit ihren unterschiedlichen Schrullen beschrieben – eine Villa am See, eine junge, hübsche, kirgisische Pflegekraft mit ganz eigenen Vorstellungen und ein Computerprogramm namens „Todesengel“. Christoph Poschenrieder schreibt über eine Möglichkeit, mit Alter und Tod umzugehen: unsentimental, realistisch, mit schwarzem Humor und berührend.

Lillian Fishman, Große Gefallen. Eve ist jung, queer und lebt in Brooklyn. An ihrer Beziehung zu Romi gibt es nichts auszusetzen und dennoch sehnt Eve sich nach mehr. Als sie schließlich anfängt, sich mit einem heterosexuellen Paar zu treffen, entsteht daraus eine Dreiecksbeziehung, die Eve immer wieder an ihre Grenzen führt und diese überschreiten lässt, bis sie sich schließlich fragen muss, wie weit sie bereit ist zu gehen, um ihr Begehren zu stillen.

Karen M.McManus, You will be the death of me. In dem Roman „You will be the death of me“ von Karen M.McManus geht es um drei Jugendliche, Ivy, Mateo und Cal, die auf der gleichen Schule sind und früher einmal befreundet waren .Als sie sich vor der Schule zufällig begegnen, entscheiden sie, gemeinsam zu schwänzen und fahren nach Boston. Dort treffen sie auf Boney, einen ihrer Mitschüler und der neue Jahrgangssprecher, der heute eigentlich eine Rede in der Schule halten müsste. Sie beschließen, ihm zu folgen.

Aharon Appelfeld, Sommernächte. Mitten im 2. Weltkrieg wandern der elfjährige Janek und ein blinder alter Mann als Landstreicher durch die Ukraine. Janek kommt aus einer jüdischen Familie. Seine Eltern müssen ins Lager und vertrauen ihren Sohn „Großvater Sergei“ an.

Katharina Bendixen, Taras Augen. Arun, ein junger Künstler und die Schwimmerin Tara haben starke Gefühle füreinander. Ein Missverständnis führt zu einem Streit, doch bevor es zu einer Klärung kommen kann, explodiert etwas in einer Chemiefabrik mitten im Wohngebiet. Die Bewohner werden evakuiert und in einer nahegelegene Stadt untergebracht. Tara und Arun werden getrennt. Schon nach 5 Monaten soll die Zone wieder besiedelt werden und Tara kehrt mit ihrer Familie freiwillig zurück in die noch verseuchte Gegend.

Lucy Fricke, Die Diplomatin. „Ich stehe hier nur rum und bin Deutschland“ Viel mehr hat die deutsche Diplomatin Fred Im Konsulat in Montevideo nicht zu tun. Eigentlich ist sie ehrgeizig, will etwas bewirken und nicht nur die Bratwürste für die deutsche Einheitsfeier aussuchen. Nach einer falschen Entscheidung wird sie nach Istanbul strafversetzt und lernt dort im Engagement für eine inhaftierte Künstlerin und einen in Ungnade gefallenen Journalisten die Grenzen der Diplomatie kennen.

Katja Frixe, Fuchsland. Das Buch handelt von Juna und ihrem besten Freund Ilo, die im zauberhaften Fuchsland wohnen. In Fuchsland ist das Glück zuhause, finden die Fuchsländer. Jeder hat seinen eigenen Magieling, einen ganz persönlichen magischen Gegenstand mit eigenem Willen. Juna hat zum Beispiel ein eigenes Klavier, das immer, wenn es gute Laune hat eine fröhliche Melodie spielt. Doch eine sTages stürzt ein Junge namens Fion vom Himmel und wird verdächtigt, den wichtigsten Magieling zerstört und damit alle Magie aus Fuchsland verbannt zu haben.

Laurent Petitmangin, Was es braucht in der Nacht. Nach dem frühen Tod der Mutter, ist ein Vater gezwungen, seine beiden Söhne allein großzuziehen. Während Gillou, der jüngere der beiden, sich langsam auf seinen eigenen Weg macht, ein erfolgreiches Leben zu führen, entfernt sich sein großer Bruder Fus immer mehr von der Familie, verschlechtert sich in der Schule und driftet schließlich in die rechte Szene ab.

Christoph Peters, Tage in Tokio. Es hat mich sehr verblüfft, als ich erfahren habe, dass der Autor Christoph Peters in „Tage in Tokio“ seine erste Reise nach Japan beschreibt, die er erst nach 35 Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Land gewagt hat.  In seinem früheren Roman „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ schreibt er so detailreich und begeistert über japanische Keramik, Teezeremonien und auch über Land und Leute, dass ich annahm er kennt das Land aus eigenen Erfahrungen. Tatsächlich war er aber nie selbst dort.