Elke Reinsch empfiehlt:

Annie Ernaux, Eine Frau. Ernaux wurde 5 Jahre vor Kriegsende in der Normandie geboren. Im vorliegenden Buch geht es um das Leben und den Tod ihrer Mutter. Zitat „Jetzt habe ich das Gefühl, als schriebe ich über meine Mutter, um sie dadurch zur Welt zu bringen.“ Ihre Mutter war Fabrikarbeiterin, und hatte es geschafft zu einer Ladenbesitzerin " aufzusteigen ", Die Tochter " sollte es einmal besser haben“ . Dafür hatten sie und ihr Mann alles getan. Nach dem Studium und der damit verbundenen veränderten gesellschaftlichen Umgebung , entfernte sich Ernaux innerlich allmählich von ihren Eltern. Diesen ganzen Prozess, der durchaus  auch als Zeitzeugnis dienen kann, beschreibt sie auf eine ganz eigene, besondere Weise: sprachlich sehr genau gestaltet , mit einem gewissen Abstand, aber dennoch fast greifbar nah.
Das macht ihre besondere sprachliche Kunst aus. Sehr lesenswert!
 

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