Elke Reinsch empfiehlt:
Konstantin Boggosch ist der Sohn eines SS-Kriegsverbrechers, der in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs in Polen hingerichtet wird. Konstantin wird im Mai 1945 in der "Ostzone" geboren, lernt also seinen Vater nie kennen. Obwohl die Mutter einen neuen Namen annimmt, hängt dem Sohn die Vita seines Vaters zeitlebens an. Er darf z.B. kein Abitur machen und die Filmhochschule nicht besuchen.
Als junger Mann büchst er nach Frankreich aus, um zur Fremdenlegion zu gehen, was allerdings misslingt. Nach dem Mauerbau kehrt er nach Ostdeutschland zurück, aus Sehnsucht nach seiner Heimat. In den Jahren bis zum Mauerfall hat Konstantin ein wechselvolles Schicksal.
Die Rahmenhandlung des Romans, mit der das Buch beginnt, stellt dem Leser den, inzwischen im Westen lebenden, pensionierten Boggosch vor, der durch einen absurden Zufall wieder mit dem unbekannten Vater konfrontiert wird.