Katrin Schlote-Korthals empfiehlt:
Adrian erlebt – durch die Axt seines Vaters bewusst kriegsuntauglich gemacht – beide Weltkriege nur als Zuschauer. Er sieht die Versehrten des ersten Weltkrieges, erlebt als Lehrer die Nazibegeisterung eines seiner Schüler, der ihn einerseits fasziniert, andererseits abstößt, und erfährt als alter Mann von der Erschießung eines englischen Deserteurs. Die Gegenüberstellung der fast wie nebenbei berichteten Kriegsereignisse und die inneren Kämpfe Adrians darüber, wie er dazu steht, die einen großen Teil des Romans ausmachen, zeigen in diesem trotz des dramatischen Zeitgeschehens stillen Roman das eindrückliche Bild eines Mitläufers, dessen irritierende Kriegsbegeisterung den Leser immer wieder verstört.
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