Katrin Schlote-Korthals empfiehlt:

Jakob Hein, Der Hypnotiseur oder Nie so glücklich wie im Reich der Gedanken. Ein vergessenes Dorf im Odertal. Jeder kennt hier jeden, der Alltag ist gemütlich. Als Micha, der Enkel einer alteingesessenen Dorfbewohnerin, nach seinem Ausschluss vom Psychologiestudium den Bauernhof seiner Großmutter übernimmt, ändert sich das. Seltsame Menschen aus Berlin gehen bei ihm ein und aus. Micha kann nämlich Hypnose und ermöglicht seinen Kunden eine Reise ans Ziel ihrer Träume. Da dieses meist außerhalb der DDR liegt, werden seine florierenden Geschäfte nicht nur von der Dorfgemeinschaft, sondern auch von der Stasi argwöhnisch beobachtet.
Hein erzählt diese Geschichte amüsant und leichtfüßig, aus wechselnden Perspektiven und stellt die Frage, ob man nicht in der eigenen Vorstellung schon das Glück finden kann, egal ob man mit Alain Delon einen perfekten Tag in Paris erlebt, oder bei einem Konzert von The Cure in der ersten Reihe steht.
 


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