Nina Schweikert empfiehlt:
Jo Leevers, Café Leben. Nach mehreren gescheiterten Versuchen im beruflichen Leben voran zu kommen, nimmt Henrietta einen Job in einer Beratungsambulanz eines Krebszentrums an. Ihre Aufgabe ist es die Lebensgeschichten todkranker Menschen für ein sogenanntes Lebensbuch, als Erinnerung an die Nachkommen, zu erstellen. Nach einem vorgegebenen Schema soll sie anhand eines Fragenkatalogs die Geschichte der Menschen aufzeichnen, was Henrietta nicht sehr schwierig erscheint. Doch schon ihre erste Klientin Annie bringt sie aus dem Gleichgewicht, und ihr Plan sich nur an die reinen Fakten zu halten und Emotionen auszublenden, scheint nicht zu funktionieren. Annie bewegt etwas in ihr und Henriettas Leben gerät durch Annies Geschichte aus den Fugen. Die zwei Frauen haben sich beide etwas zu erzählen und es wird dadurch einiges in Bewegung gesetzt.
Trotz der Traurigkeit und des schweren Themas, ist der Roman zuversichtlich und leicht zu lesen.