Nina Schweikert empfiehlt:
Milena Michiko Flašar, Oben Erde, unten Himmel. Suzu, Mitte 20, lebt allein in einer japanischen Großstadt. Soziale Kontakte hat sie wenig, aber die Einsamkeit stört sie auch nicht so sehr, ihr Goldhamster leistet ihr Gesellschaft. Das Studium hat sie abgebrochen, eine gerade begonnene Beziehung scheitert und schließlich verliert sie auch noch ihren Job als Kellnerin. Ohne Erwartungen bewirbt sie sich auf eine etwas unklare Stellenanzeige einer Reinigungsfirma und wird, zusammen mit einem Mitbewerber, sofort eingestellt. Mit diesem Schritt verändert sich alles für Suzu. Die Firma reinigt Leichenfundorte einsam Verstorbener und die Arbeit, sowie die neuen sozialen Kontakte mit ihrem Putztrupp, verlangen Suzu viel ab. Doch mit der Zeit lernt sie nicht nur die sehr liebenswürdigen Menschen in ihrem Umfeld besser kennen, sondern auch sich selbst.
Ein warmherziger und sehr berührender Roman, der mich überzeugt hat.