Tanja Schreiber empfiehlt:
Simone Atangana Bekono, Salomés Zorn. Salomé lebt mit ihrer Familie in einem kleinen niederländischen Dorf. Väterlicherseits stammt die Familie aus dem Kamerun, die Mutter ist Niederländerin.
Die nächsten sechs Monate verbringt Salomé allerdings in einer Jugendstrafanstalt. Hier muss sie sich in Therapiesitzungen unter anderem ihrem Zorn stellen. Und das bei einem Therapeuten, den Salomé bereits aus dem Trash-TV kennt und alles andere als sympathisch findet.
Der Roman erzählt aus Salomés Perspektive von ihrem Alltag in der Strafanstalt, rassistischen Anfeindungen ihr und ihrer Familie gegenüber und von Salomés innerer Zerissenheit und ihrem Kampf mit einem scheinbar unbändigem Zorn.
Trotz anfangs leicht gewöhnungsbedürftigen Erzählstils ein gelungener Debütroman über Vorurteile, Ausgrenzung und Rassismus, der bewegt und nachdenklich stimmt.