Tanja Schreiber empfiehlt:
Nguyễn Phan Quế Mai, Wo die Asche blüht. Vietnam 1969: Um ihren Eltern aus der Schuldenfalle zu helfen arbeiten Trang und ihre jüngere Schwester in Saigon als Barmädchen. Während ihrer Arbeit lernt Trang den GI Dan kennen, verliebt sich und wird schwanger. Doch das Schicksal hat etwas anderes für die beiden geplant. Knapp 50 Jahre später kehrt Dan nach Vietnam zurück, um sich seinem Trauma zu stellen und seine damalige Freundin und seinen Sohn zu finden. Gleichzeitig macht sich Phong auf die Suche nach seinem amerikanischen Vater, um Vietnam mit seiner Familie zu verlassen und in den USA ein neues und besseres Leben zu beginnen.
Auch in ihrem neuen Roman versteht es Nguyễn meisterlich, zwei Zeitstränge und damit auch die persönliche Geschichte ihrer Charaktere miteinander zu verknüpfen. Ein sehr bewegender und authentischer Roman, der dank seiner bildhaften Sprache Land und Leute sowie deren Geschichte und Schicksale zum Leben erweckt.