Ulrich Schlote empfiehlt:
Kent Haruf, Unsere Seelen bei Nacht.
Eines Tages überrascht Addie, siebzig, ihren Nachbarn Louis, ebenfalls in den Siebzigern und verwitwet wie sie, ob er sich vorstellen könne, ab und zu bei ihr zu übernachten. „Die Nächte sind am schlimmsten“. Am nächsten Abend macht sich Louis mit Schlafanzug und Zahnbürste auf den Weg, und so beginnt eine Freundschaft, die beiden sehr gut tut. Auch das Getuschel in der kleinen Stadt legt sich bald, nur Addies Sohn nimmt so sehr Anstoß an der Geschichte, dass er seine Mutter mit ihrem einzigen Enkel erpresst.
Kent Haruf erzählt knapp, genau ohne Gefühligkeit, aber mit einem tröstlichen Ende.
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