Katrin Schlote-Korthals empfiehlt:
William Sidis, den „Wunderjungen von Harvard“ hat es wirklich gegeben. Seine Eltern, beide hochbegabte Wissenschaftler wollten, bestrebt durch den Ehrgeiz mit Bildung die Welt zu verbessern, Anfang des 20. Jahrhunderts beweisen, dass in jedem Kind ein Genie steckt und mit ihrem eigenen Sohn dafür ein Exempel statuieren. Ihre Methode bestand im Wesentlichen darin, das Kind von Geburt an mit Informationen und Wissen zu füttern. Und tatsächlich hatten sie bei William Erfolg.
Was allerdings passiert, wenn ein solches Kind entdeckt, dass seine Eltern sich nicht aus Liebe sondern aus wissenschaftlichem Interesse so intensiv kümmern, schildert dieser Roman auf so spannende wie deprimierende Weise. William beschließt, ein Leben nach seinen eigenen Regeln zu führen, und das ganz konsequent.